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Sinnesleistungen und Körpersprache

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Sinnesleistungen

Gehör

Ratten haben ein hervorragendes Gehör. Sie nehmen sogar Töne aus dem Ultraschallbereich wahr, und verständigen sich vorwiegend im (für den Menschen nicht hörbaren) Ultraschallbereich.

Gleichgewichtssinn

Das Gleichgewichtsorgan liegt im Innenohr und ist sehr gut ausgeprägt. Ratten können somit auf sehr engen Wegen, Seilen, Kanten, etc. herum balancieren ohne runter zu fallen.
Durch ihren sehr guten Gleichgewichtssinn sind Ratten in der Lage sogar Erdbeben zu erkennen, bevor ein Erdbeben für den Mensch spürbar ist.

Augen

Ratten können Farben kaum erkennen und sehen alles recht unscharf. Sie haben kein Räumliches Sehvermögen und können Höhen nicht gut abschätzen. Jedoch haben sie für ihre Verhältnisse einen guten Rundumblick durch die seitlich angebrachten Augen.

Nase

Ratten haben einen sehr guten Geruchssinn. Daher orientieren Ratten sich sehr mit dem Geruchssinn. Sie erkennen sich durch ihre Gerüche untereinander. Eine Ratte erkennt ihren Pfleger/ihren Menschen in erster Linie am Geruch.
Um Wege zu markieren, lassen Ratten beim laufen in regelmäßigen Abständen ein Tröpfchen Urin ab, um sich durch die Markierungen den Weg zurück zu erschnuppern.
Auch die Partnerwahl geht über den Geruchssinn.

Geschmackssinn

Ratten haben auch einen sehr guten Geschmackssinn. Die kleinen Nager sind richtige Feinschmecker, sofern sie eine große Nahrungsauswahl haben. Ratten haben Lieblingsspeisen, wie wir Menschen auch.
Ratten sind in der Lage einzelne Geschmacksstoffe im Futter zu unterscheiden. Ist etwas unbeliebtes im Futter, wird dies von den Ratten aussortiert und nur bei Futterarmut verspeist. Ratten sind also nur in der Not Allesfresser.

Tastsinn

Der Tastsinn von Ratten ist auch sehr gut. Sie können sich mit ihren Vibrissen (Tasthaaren) auch im Dunkeln sehr gut orientieren. Durch ihre Tasthaare spüren sie (abgesehen vom Seh- und Geruchssinn) wenn z.B. eine Menschliche Hand im Gesichtsbereich nah an sie heran kommt.

Hoch

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Körpersprache

Geräusche

Quieken, Fiepen: Fiepen kann eine Protestäußerung (z.B. beim hoch heben, Tierarzt, etc.) bedeuten. Bei Rangkämpfen, Zwangsputzen, Futterkampf, etc. ist oftmals auch ein Fiepen zu hören. Aber auch bei Schmerzen Fiepen Ratten.
Rattenwelpen fiepen zusätzlich wenn sie nach der Mama rufen und /oder Hunger haben.

Schreien: Richtiges Schreien entsteht bei großen Schmerzen. Dieses Schreien ist sehr herzzerreißend für jeden Rattenliebhaber.

Zähne knirschen: Da die Zähne von Ratten das ganze Rattenleben lang ständig nach wachsen, knirschen Ratten mit den Zähnen um sich diese etwas ab zu nutzen.

Zähneklappern, knuspern: Ratten knuspern entweder wenn sie sich sehr wohl fühlen oder wenn sie sich sehr unwohl fühlen. Wenn eine Ratte knuspert während sie von dem Menschen dem sie sehr vertraut, gekrault wird, bedeutet dies höchstes Wohlbefinden.
Wenn sie jedoch z.B. gegen ihren Willen angefasst wird, bedeutet knuspern höchstes Unwohlsein.

Schnaufen: Richtiges Schnaufen bedeutet Aggression.

Niesen: Ratten niesen manchmal bei Aufregung. Niesen kann allerdings auch durch den Staub von Einstreu oder durch Krankheit entstehen.

Gestiken, Körperliches Verhalten

Markieren: Ratten markieren durch ständiges ablassen eines Urintropfens z.B. Wege um hinterher zurück zu finden. Das Markieren ist in dem Falle zur Orientierung gedacht.
Sie markieren aber auch die anderen Ratten des Rudels, Menschen, Käfig samt Inventar, etc. um sich alles zum Eigen zu machen. Alles was Ratten markieren, gehört deren Meinung nach ihnen.

Männchen machen: Ratten machen Männchen wenn irgendwas ihr Interesse geweckt hat. Dies kann eine Person oder auch ein Geruch sein. Wenn Ratten sich auf die Hinterpfötchen stellen, erschnuppern sie einen Geruch in der Luft oder vermuten etwas interessantes wie z.B. ein Leckerchen zu bekommen.

Fell sträuben: Gesträubtes Fell bedeutet Wut. Mit dem gesträubten Fell versucht die Ratte einem Gegner gegenüber größer zu wirken.

Zwicken: Mit zwicken vermitteln Ratten das sie ihre Ruhe haben möchten und/oder das sie Angst haben.
Zwicken geschieht auch wenn Ratten sich erschrecken. Wenn man z.B. eine blinde Ratte leise von hinten anfasst, kann mal aus dem Schreck heraus ein Zwicken kommen.

Beißen: Ratten beißen z.B. wenn sie eine neue Ratte nicht akzeptieren wollen. Beißen kann aber auch Schmerz bedeuten. Kranke Ratten können nämlich (verständlicher Weise) aggressiv sein.
Bei Rattenmamas ist Beißen eine Schutzfunktion für die Babys da sie meist nicht wollen das jemand an ihre Babys geht.

Kämpfen: Mit Kämpfen wird die Rangordnung bestimmt. Meist sehen die Kämpfe gefährlich aus, sind aber jedoch harmlos so lange kein Blut fliest. Wenn Blut fliest sollte der Mensch besser eingreifen. In dem Falle muss man nur aufpassen nicht selbst auch einen Biss zu kassieren.

Hektisches Putzen: Ratten putzen sich hektisch wenn sie unruhig und unsicher sind.

Hüpfen: Hüpfen bedeutet Freude oder Schreck.
"Rattige" Ratten springen manchmal weg und kommen wieder wenn man sie anfasst.

Ständiges Verstecken: Ratten die sich ständig verstecken haben Angst und fühlen sich unsicher. Jedoch verstecken sich Ratten manchmal auch nur weil sie ihre Ruhe haben möchten.

Putzen anderer Ratten: Das Putzen der Rudelmitglieder nennt sich "Zwangsputzen". Rudelmitglieder (insbesondere neue Rudelmitglieder) werden einem Zwangsputzen unterzogen. Dabei kann schon mal ein Fiepen entstehen wenn eine Ratte sich nicht putzen lassen will, aber mit Dominanz dazu gezwungen wird.

Dieses Putzen festigt aber auch die Zusammengehörigkeit und Freundschaft. Manchmal werden auch Menschen diesem Putzen unterzogen.

Andere Ratte auf den Rücken drehen: Dies ist ein Dominanzverhalten. Die andere Ratte wird unterworfen.

Am Hinterteil des anderen riechen: Mit dem Verhalten erkennt eine Ratte die andere Ratte.

Schwanzpeitschen beim hochheben: Peitscht eine Ratte beim hochheben mit dem Schwanz, hat sie Stress oder gar Angst. Sie will sofort runter gelassen werden.

Menschen ablecken: Das Ablecken eines Menschen geschieht oft da der Mensch durch seinen Schweiß nach Salz schmeckt. Manchmal lecken Ratten ihren Menschen auch aus Liebe ab.

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